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Das unbändige Geltungsbedürfnis des Menschen

Ich wohne quasi zwischen zwei Hundeplätzen. Zu einem kann ich von meinem Garten aus hinsehen, nur ein Feld liegt dazwischen. Ich vermeide es jedoch. Mindestens einmal wöchentlich sind dort Agility Turniere oder Wettkämpfe oder was auch immer. Stundenlang ist überdrehtes, überfordertes Bellen zu hören, dazu Geschrei von den Menschen. Ich würde mir um meine Hunde große Sorgen machen wenn sie über eine Stunde lang fast ununterbrochen bellen würden. Erst Recht wenn ich dabei wäre.

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Abgesehen davon, dass das Bellen ein wenig nervt, tun mir die Hunde leid, da selbst ein nicht-Hundemensch hört, dass die Hunde einfach extrem gestresst sind. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden und man trifft vor oder nach der Veranstaltung einen der Teilnehmer beim Spazieren. Schon da wird dann pausenlos auf den Hund eingeschimpft wenn er sich durch uns „ablenken“ lässt, weil er vielleicht zu uns hinüber sieht. Als würde sich der Hund beim späteren Wettkampf so konzentrieren können.

Nach den Veranstaltungen sitzen die HalterInnen bei Käffchen und Bierchen über Stunden noch im Haus und die Hunde werden im Auto platziert. Denn das Bellen stört dann auch die HalterInnen irgendwann mal. Wenn der Hund nicht gewonnen hat, dann nur nicht, um Frauchen/Herrchen zu ärgern. Da kann er im Auto ruhig ein paar Stunden über sein Fehlverhalten nachdenken…..

Wer sein Heim mit Pokalen und Auszeichnungen schmücken möchte, sollte selbst an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen und nicht seinen Hund dafür missbrauchen!

Wie geht es dem Hund dabei wenn er vor lauter Stress nicht mehr in der Lage ist, Kommandos korrekt auszuführen und ihm Absicht vorgeworfen wird?

PS: Agility ist schlecht für den Bewegungsapparat!
Hausgemachte Gelenkschädigung…

 

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